Wenn man von kreativer Leistung leben will und lebt – so wie ich es manchmal besser, manchmal schlechter tue – dann wacht man an manchen Tagen in einem Albtraum auf: Wie ein pöbelnder kleiner Bengel im Kindergarten klaut uns die Contentlobby das Urheberrecht aus den Händen und trommelt damit den anderen Zöglingen auf dem Kopf herum. Dann drängt sie die kreativen Kollegen dazu, als Laiendarsteller im Kasperltheater mit einer Papptafel um den Hals auf die Bühne zu steigen: „Die Verwerter sind unser Schutz und Schild!“ Traurige Musik spielt, Tränen kullern und als Retter stürzt der Lobbyist herein und reicht dem Künstler großzügig ein Hungertuch.
Der Mensch ist so anpassungsfähig wie Hochleistungsknete. Gewöhnt sich an allen Mist, an die absurdesten Regeln und Normen, daran auf Coladosen Pfand zu zahlen und auf Saftbehälter nicht und Cremes und Zahnpasta vor dem Flug in die Mülltonne zu werfen. Klar, wenn wir ab morgen alle Pappnasen tragen müssten, dann wäre das Geschrei erstmal groß. Mindestens drei Tage würden die Leute auf die Barrikaden gehen, sich die Finger wund twittern und dann einen Latte Macchiato trinken. Ja, lacht nur über die Macchiato-Trinker, aber selbst wer mit einer Mate in der Hand noch ein Weilchen länger protestiert, macht eine Verbot auch so leicht nicht ungeschehen. Weiterlesen →
Am Samstag, den 26.6.2010 findet der bundesweite Ad-ACTA-Day statt. Worum geht’s bei ACTA? Hier ein kleines Einführungsvideo zur sogenannten 3-Strikes-Regelung.
„Meine erste Dienstreise geht selbstverständlich nach Indien. Da kenne ich mich aus.“ *
Ursula von der Leyen ist heißer Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Zugegeben, die Frau ist beliebt, aber für alle Gegner des Zugangserschwerungsgesetzes ist das wie ein Schlag ins Gesicht.
Ja, es mutet fast so absurd an, wie wenn die SPD Martin Dörmann, den SPD-Hauptprotagonisten im Sperren-Schmierenstück, in die Internet-Enquete-Kommission geholt hätte.
Doch noch ist nichts verloren. Wenn wir ein Stoppschild vor Schloss Bellevue aufstellen, kommt Ursula von der Leyen da nie rein. Das können nämlich nur versierte Experten umgehen.